Im Rahmen seiner Bachelorarbeit an der Hochschule Osnabrück im Studiengang Landschaftsentwicklung untersuchte Daniel Berg 2016 die Libellen in der Haseaue bei Gehrde Rüsfort. Er konnte insgesamt 27 Libellenarten nachweisen , wovon bei 23 Arten die sichere Bodenständigkeit über Exuvienfunde belegt wurde. Ein  Großteil der vorgefundenen Arten gilt als weit verbreitet. Die Arten sind an den neun untersuchten Stillgewässern und der Hase unterschiedlich verteilt.

Ebenfalls kartierte er in dem ca. 62,91 ha großen Untersuchungsgebiet 114 verschiedene Biotoptypen. Durch einen Flächenanteil von 17,32 % (10,89 ha) war Artenarmes Extensivgrünland trockener Mineralböden (GET) der Biotoptyp mit der größten Fläche. Darauf folgten 14,52 % (9,13 ha) Sandäcker (AS) und 14,19 % (8,93 ha) Grünland-Einsaaten (GA).

Bei der Gewässerstruktur der Hase ist je nach Untersuchungsabschnitt und Hauptparameter eine mäßige (Güteklasse 3) bis vollständige (Güteklasse 7) Veränderung festgestellt worden. Die Laufentwicklung und das Längsprofil waren durchgehend vollständig, das Querprofil mäßig bis stark (Güteklasse 5) und die Uferstruktur stark bis vollständig verändert. Das  Gewässerumfeld wies mit einer mäßigen bis vollständigen Veränderung die größte Spannweite an Güteklassen auf. Eine Bewertung der Sohlenstruktur war nicht möglich.

Auf Grundlage der Ergebnisse wurden Hinweise zur Pflege und weiteren Entwicklung des Untersuchungsgebiets gegeben, die eine Förderung der Libellenfauna bezwecken sollen.

Hier  finden Sie die gesamte Bachelorarbeit   sowie die Biotoptypenkarte.

Untersuchungen zur Libellenfauna in der Haseaue bei Gehrde
Markiert in: