In Anlehnung an die ehemals natürlichen Strukturen hat der Bauhof Lehrte des NLWKN Meppen an verschiedenen  Stellen sogenanntes Totholz zur Aufwertung der Ufer- und Sohlstrukturen und zur Unterbrechung der Gleichförmigkeit der Strömungsverhältnisse eingebaut. Die im Zuge des Ausbaus der Hase 1965 eingebrachte Steinpackung wurde stellenweise entnommen und das Ufer entfesselt. Kiesbänke als Kinderstube für Fische und Kleintiere wurden angelegt und die natürliche Entwicklung der Ufergehölze gefördert. Um auch die Aue aufzuwerten, wurde eine Flutrinne angelegt. Sie wird bei erhöhten mittleren Abflüssen durchströmt. Bei entsprechenden Wetterverhältnissen kann sie aber auch trockenfallen. 

Die Maßnahme wurde ermöglicht durch den Landkreis Emsland als Eigentümer der Flächen und der Stadt Haselünne. Neben der naturgemäßen Tier- und Pflanzenwelt wird auch der Hochwasserschutz hiervon profitieren. Hiermit hat der NLWKN Meppen seine 2016 in Haselünne Lehrte durchgeführten Maßnahmen fortgesetzt.

Bei allen Maßnahmen war dem Projektteam des NLWKN Betriebsstelle Meppen außerdem wichtig, dass der Kanutourismus in diesem Abschnitt weiterhin möglich bleibt bzw. der Erholungswert gesteigert wird. Naturschutz und Natur erleben sollen weiterhin in Einklang bleiben.

 

 

Strukturvielfalt für die Hase und ihre Aue in Haselünne Andrup
Verein zur Revitalisierung der Haseauen e. V.