Die Stadt Löningen ist mit dem Projekt „Der Löninger Mühlenbach fließt in die Zukunft“ Wegbereiter einer vorbildlichen Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und der Flurbereinigung. Weiterhin hat die Stadt mit der „Hase-Wasseracht“, dem Landkreis Cloppenburg, der NLWKN Betriebsstelle Cloppenburg, dem Landvolk Cloppenburg und der LWK Niedersachsen zusammengearbeitet. Dieses Projekt hat zudem neue Maßstäbe gesetzt in der Bepunktung von Kompensationsmaßnahmen an Fließgewässern. Die Stadt war aufgrund des Pilotprojektes in 2006 schnell überzeugt von dem Ansatz und ist in Vorleistung gegangen. Bei jeder Möglichkeit wurden Flächen aufgekauft, die dann später an den Mühlenbach getauscht werden konnten. Dr. Jens Salva hat den genauen Verlauf im Gelände ausgepflockt. Eine Tiefbaufirma hat die Punkte digitalisiert und dann direkt an den Bagger gesendet. Das Ausbringen des abgetragenen Bodens auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen wurde mit dem Kulturbauern der LWK abgesprochen und erfolgreich umgesetzt. Die betroffenen Landwirte sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Hermann Dirks betont wie wichtig es ist, viele Gespräche zu führen. Man könne besser eine Person zu viel einbinden als eine Person vergessen!

Die öffentlichen Führungen wurden gut besucht. Die Dorfjugend Lodbergen hat dort, wo sich Schwarzerlen als Uferbäume entwickeln sollen, Pioniergehölze entkusselt. Randgräben fangen Sedimente, Nähstoffe und Eisenocker ab. Die Hase-Wasseracht wird die Randgräben unterhalten, wenn z.B. Drainagen voll laufen. Auch der alte Verlauf des Mühlenbaches wird langfristig als Draingraben und Hochwasserentlaster dienen. Im kommenden Frühjahr soll der erste 1,5 km lange Abschnitt angeschlossen werden.

Erste Erfolge: Reiherenten haben erfolgreich gebrütet, die Kuckuckslichtnelke und der Biber waren ganz von alleine da.
Wunsch: Die Revitalisierung wird im Oberlauf des Löninger Mühlenbaches fortgesetzt. – Bei Gesprächen zur Planung eines RWRB schlug der Landkreis CLP vor, dieses auch in das Gebiet anzugliedern.

Später wird die Grenzlinie zu den angrenzenden Nutzungen gerade gezogen und ein Pufferstreifen in variierender Breite schützt die Aue des Löninger Mühlenbaches vor diffusen Einträgen.

 

 

 

 

In den folgenden Bildern sind die Fanggräben und auch der organisch geprägte Untergrund gut zu erkennen. Bereits am 23. Januar 2018 waren Mitglieder des Haseauenvereins der Einladung zu einer Baustellenbesichtigung an den Mühlenbach gefolgt.

 

Revitalisierung des Löninger Mühlenbaches – Verlegung und Anlage einer Sekundäraue
Verein zur Revitalisierung der Haseauen e. V.