Die Oberläufe der Hase zählen zur Forellenregion des Osnabrücker Hügellandes. Gerade die im Teutoburger Wald liegenden Quellbereiche der Hase sind als FFH-Gewässer von besonderer Qualität und haben eine wesentliche Bedeutung als Laichhabitat für verschiedene Fischarten. Die Bachforelle wurde vom Landkreis Osnabrück als Leitart für die Herstellung ökologisch intakter Gewässer gewählt – kommt die Bachforelle in stabilen Beständen vor, ist dies ein Indikator für herausragende Umweltbedingungen, von denen ebenso weitere Tier- und Pflanzenarten profitieren.

Am Hiddinghauser Bach wurden bestehende Barrieren in Form von Durchlässen, Sohlabstürzen und Verrohrungen  ersetzt. So wurde im Projektbereich die Durchgängigkeit hergestellt. Parallel wurden Maßnahmen zur Strukturverbesserung und zum Hochwasserschutz durchgeführt.

Die Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit der Naturschutz- und Wasserbehörde des Landkreises Osnabrück, den Flächeneigentümern und dem UHV 96 erarbeitet.

  • Vergrößerung von drei Durchlässen (Maulprofil), so dass die Durchgängigkeit für aquatische und semiaquatische Lebewesen gewährleistet wird
  • Aufhebung einer Verrohrung und einer Staustufe durch den Einbau einer Furt
  • Mäandrierende Gewässerlinienführung
  • Einbau eines Drosselbauwerkes, um Grünland- und Biotopflächen des landwirtschaftlichen Betriebes Dörmann gezielt als Retentionsfläche bei starken Niederschlagsereignissen nutzen zu können
  • Durchgehend wurde die Gewässerstruktur durch den Einbau von Kiesbänken und Totholz aufgewertet.

An der Finanzierung waren der Landkreis Osnabrück, die Gemeinde Bissendorf und die niedersächsische BINGO-Umweltstiftung beteiligt.

 

Hiddinghauser Bach