Das Wasser sammelt sich in der Quellregion am Grunde einer stark gefalteten, wasserdurchlässigen Kalksteinschicht, die von dichtem Ton unterlagert wird. Überall dort, wo die Grenze zwischen diesen Schichten an die Oberfläche reicht, kann das Wasser austreten. So haben sich entlang dieser Schichtgrenze am Nordosthang des Teutoburger Waldes zwischen  mehrere Quellen gebildet. Alle Bäche, die hier entspringen, fließen auf ihrem Weg zusammen und bilden den Fluss „Hase“. Sie gehören  allesamt zu den feinmaterialreichen, karbonatischen Mittelgebirgsbächen. mehr

Kalktuffquellen gehören zu den besonders geschützten Lebensraumtypen. Sie sind sehr selten und auch europaweit von besonders großer Bedeutung. Es handelt sich um Quellen oder Abschnitte von Quellbächen mit sehr kalkhaltigem Wasser. Durch chemische Abläufe fällt der gelöste Kalk aus und lagert sich am Gewässergrund oder an Pflanzen, besonders an Moosen, ab. Passiert dies in großem Stil, entstehen Sinterterassen, in denen das Wasser kaskadenartig abfließt. Niedersachsens großflächigste Kalksinterterrassen liegen hier im Teutoburger Wald etwas unterhalb der kleinen Rehquelle.

Nach und nach lagert sich nun der im Wasser gelöste Kalk an Wasserpflanzen ab, bis sie ganz von einer festen Kalkschicht umschlossen sind. Die Bruchstücke des Kalksinters am Grunde des Bachbettes sind vom Holzsteg aus gut zu sehen – sie sehen aus wie kleine Knochen! Kalksinter ist ein poröses, krümeliges Material, das leicht zerstört wird und nicht betreten werden darf.
Über Stege sind die Terrassen erreichbar und ein Erlebnispfad, der sich besonders an Kinder und Jugendliche richtet, erschließt die nähere Umgebung.

 

Erlebnispfad Karl Wassertropfen – Quellregion der Hase
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