Naturnahe Umgestaltung mit Absetzbecken am Heinrichstollen bei Melle-Wellingholzhausen

Aus dem Stollenmundloch des Heinrichstollens treten  extreme Eisenmengen aus, die über einen Zulauf in die Hase gelangen.  Das Eisen fällt als sogenannter Eisenocker deutlich sichtbar aus. Dieser Prozess findet auf natürlichem Wege z.B. im Bereich von Quellen statt. Auch in Gewässern auf bestimmten Bodentypen ist eine natürliche Grundbelastung mit Eisenocker gegeben.  Häufig ist dieser Prozess aber menschlich verursacht bzw. verstärkt.

Der Eisenocker legt sich als  Schicht auf den Gewässergrund und „verklebt“ das Kieslückensystem. Solche Bereiche gehen als Laichplatz und Lebensraum verloren. Eier sterben ab, wenn sie von Eisenocker bedeckt sind. Außerdem beeinflusst das durch Eisenocker getrübte Wasser die Lichtversorgung der Wasserpflanzen.

Absetzbecken-Heinrichstollen-1Die Stadt Melle, der Landkreis Osnabrück und der Unterhaltungsverband 29 haben ein Absetz- und Räumbecken geschaffen, damit das Wasser möglichst klar in die Hase fließt. Das eisenhaltige Wasser wird über Kaskaden in das Absetzbecken geleitet. So kann bereits ein sehr großer Teil des gelösten Eisens als Eisenocker ausfallen und sich im Becken absetzen. Das Becken wird regelmäßig geräumt.

Absetzbecken Heinrichstollen